Gut geblubbert!

9. Februar 2010

Jeder hat sicher schon im Fernsehen Unterwasseraufnahmen gesehen, vor allem bei Tierdokumentationen. Aber auch in Kinofilmen, wie z.B. “Abyss” oder “Der weiße Hai” gibt es sehr schöne Unterwasseraufnahmen. Aber auf die Idee selbst mal Tauchen zu gehen hat mich erst eine tauchende Kollegin gebracht. So kam es, das ich mich in einer Tauchschule anmeldete.

Zu erst wurde ich mit Unterrichtsmaterial versorgt. Eine DVD und das Lehrbuch, denn Theorie ist auch beim Tauchen notwending. Es gibt eine ganze Reihe von Punkten die zu beachten sind, damit man nach den Tauchgängen planmäßig und vor allem gesund wieder auftauchen kann. Im großen und ganzen ist die Theorie aber einfach zu bewältigen, mit ein wenig gesundem Menschenverstand und Resterinnerungen an den Physikunterricht ist die Prüfung kein Problem.

Ich unter Wasser

Unter Wasser alles OK

Die Praxis war dann schon härter. Das erste Wochenende fand im Schwimmbad statt. Es zeigte sich, das das Atmen unter Wasser doch eine gewisse Überwindung braucht. Auch das unter Wasser bleiben war nicht so leicht, der Drang aufzutauchen und Luft an der Oberfläche zu holen war doch sehr stark.
Noch schlimmer war dann das zweite Wochenende im See. Das ist zwar eigentlich interessanter, da man da nicht nur Kacheln sieht. Nur war die Brühe so trüb, das man nur mit Glück überhaupt etwas sehen konnte. Vor allem für Anfänger ist es sehr unangenehm, wenn man unter Wasser keinen Referenzpunkt hat, so das man nicht weiß ob man sinkt oder steigt. Ganz besonders wenn der Tiefenmesser kaputt ist. Auch fällt mir der Druckausgleich recht schwer, es dauert bei mir immer recht lang, bis ich tiefer abtauchen kann.

Ich zweifelte jedenfalls daran, ob der Tauchkurs eine gute Idee war. Ich beschloß es aber noch einmal im Meer zu versuchen, und falls das wieder so unangenehm ist, würde ich das Tauchen ganz lassen.

Da sowieso eine zweite Reise nach Taiwan geplant war, bot es sich an dort ein oder zwei Tage zum Tauchen abzuzweigen. Vor allem das südliche Taiwan, speziell Kenting gilt als gute Tauchgegend. Wobei ich an dieser Stelle erwähnen möchte, das Taiwaner eher wasserscheu sind, viele können noch nicht einmal schwimmen. Schon die Idee, ins Meer zu steigen ist für die meisten eher befremdlich.
Dennoch fanden wir bald eine Tauchbasis und ein edles Resort gegenüber. Die Übernachtungspreise waren stark gefallen, der November ist offenbar kein Urlaubsmonat. 24°C ist offenbar schon zu kalt.

So buchten wir zwei Tage mit je zwei Tauchgängen und einem sehr netten Instruktor, der auch recht gut Englisch sprach. Und siehe da: Es war toll! Der Einstieg ins Wasser war schwierig, schroffe Felsen und starker Wellengang. Aber sobald wir abgetaucht waren, begannen sehr schöne und entspannte Tauchgänge. Kein Vergleich zu dem Gedümpel im Tümpel.

Meeresschildkröte

Meeresschildkröte

Zu beobachten waren natürlich viele bunte tropische Fische, unter anderem Feuer- und Trompetenfische, die kaum Scheu zeigten. Die Seeschildkröte, die an den Weichkorallen fraß dagegen hat es dagegen vorgezogen sich zu trollen, obwohl wir noch mehrere Meter entfernt waren. Das ist interessant, denn die Meeresschildköten auf Hawaii (Black Sand Beach) haben sich sogar anfassen lassen.

Ein Highlight war die elektrische Flammenmuschel (Lima Scabra). Das Tier versteckte sich in eine Höhle, ohne unseren Instruktor hätten wie sie niemals gefunden. Die Muschel erzeugt ein kleines Gewitter um sich, elektrische Entladungen, mit denen sie Plankton anlockt. Die Flammenmuschel gilt auch als echte Zierde jedes Meerwasseraquariums, ist aber schwer zu halten.

Fazit: Der Tauchkurs hat sich gelohnt. Tauchen öffnet für Naturliebhaber (wie ich einer bin) ganz neue Welten. Dennoch glaube nicht, das ich jetzt extra Tauchurlaube buchen werde, aber wenn sich eine gute Gelegenheit in interessanten Gegenden ergibt, dann werde ich diese sicher wieder Nutzen.

Serienbriefe mit OpenOffice

30. August 2009

Heute Abend stand ich vor der Aufgabe Einladungen via Serienbrief zu versenden. Sowohl Textvorlage als auch die Adreßliste lagen bereits OpenOffice konform vor. Also, so dachte ich muß ich nur die Vorlage mit der Datenquelle verbinden und Ausdrucken. Dachte ich.
Leider blieb bei der Empfängerlistenauswahl der “Weiter”-Button im Serienbrief-Assistenten disabled, was auch immer ich tat. Google half mir nicht wirklich weiter, andere hatten zwar das gleiche Problem, aber kein Lösung dafür. Doch da sah ich kurz den Text “Verbinde mit…” aufblitzen. Konnte OpenOffice sich nicht richtig mit der Datenquelle verbinden? ODBC-Probleme?
Am einfachsten schien es mir zu sein, mit Synaptic OpenBase nachzuinstallieren, in der Hoffnung, das auch alle notwendigen ODBC-Treiber mit installiert werden.
Und siehe da: Nun konnte ich ganz normal meine Adresslisten auswählen und in den Serienbrief einfügen.
Synaptic hat vier Pakete installiert, welche(s) davon nun zur Lösung des Problems beigetragen haben, möchte ich jetzt nicht weiter recherchieren. Ich vermute mal, das im wesentlichen libhsqldb-java gefehlt hat.

  • libhsqldb-java (1.8.0.10-1ubuntu1)
  • libservlet2.4-java (5.0.30-8ubuntu3)
  • openoffice.org-base (1:3.0.1-9ubuntu3)
  • openoffice.org-java-common (1:3.0.1-9ubuntu3)

Von OpenOffice hätte ich mir eine brauchbare Fehlermeldung gewünscht, nicht einfach nur die Verweigerung der Aufgabe.
Das Ubuntu-Team sollte diese Treiber auch dann installieren, wenn der Benutzer OpenOffice auch ohne OpenOffice-Base installiert, denn offensichtlich sind diese auch so ziemlich wichtig.

Taiwan

19. Juni 2009

Taiwan - Taroko

Taiwan - Taroko

Taiwan ist nun wirklich nicht das typische Reiseland, zumindest nicht für Europäer. Viele verwechseln sogar Taiwan mit Thailand, so das kurze Aufklärung notwendig wird. Taiwan ist das Land, wo die vielen kleinen Notebooks herkommen ;-)

Taiwan liegt am Wendekreis des Krebses, ist also subtropisch/tropisch geprägt. Das bedeutet das es sehr schnell sehr heiß und vor allem schwül wird. Ende April ist es aber noch gut erträglich, in den Bergen sogar elendig kalt.

Sehr empfehlenswert ist die Fahrt mit der Alishan Schmalspurbahn. Der Weg zum Alishan ist nicht weit, aber so steil, das die Streckenführung eine echte Herausforderung ist. An den steilsten Stellen wird sogar Zig-Zag gefahren.

Die Aussicht unterwegs ist jedenfalls einfach grandios. Beginnend in der Stadt Chiayi führt die Trasse durch Felder und Bananenplantagen durch alte Wälder bis zum naß-kalten Alishan. Dort bucht man am Besten direkt im Hotel eine Sonnenaufgangstour, die Sonnenaufgänge am Alishan sind berühmt. Und nicht vom miesen Wetter abhalten lassen.

Yehliu - Bizarre Formationen

bizarres Yehliu

Wir sind auch in einer fürchterlichen Suppe los gefahren, doch zum Sonnenaufgang waren wir bereits über den Wolken und hatten eine spektakuläre Aussicht.

Im Zug gibt es übrigends Toiletten, es spricht also nichts dagegen die ca. 4 Stunden lange Fahrt mit ein paar Dosen Bier aufzulockern.

Natürlich lassen sich die Berge auch sehr gut mit dem Auto “erfahren”. Wir sind vom Sun-Moon-Lake aus quer durch die Berge über Taroko nach Hualien gefahren. Aber Vorsicht: Die Fahrt durch die Berge ist anstrengend und dauert lange. Also unbedingt viel Zeit einplanen! Dafür bietet die Tour spektakuläre Aussichten, Paßhöhen um die 3300m und die Talfahrt durch die Taroko-Schlucht.

Dort, im Nordwesten angekommen lohnt sich noch ein Besuch bei den bizarren Felsformationen von Yehliu. Das wird allerdings gerne von Touristen besucht und kostet Eintritt.

Am meisten beeindruckt haben mich in Taiwan aber die Menschen. Selten soviele nette und hilfsbereite Leute getroffen. Auch habe ich mich in Taiwan immer sicher gefühlt. Ich bin davon überzeugt, das man einen vergessenen Geldbeutel noch mit dem Taxi hinterher gefahren bekommt.

Fazit: Die Fahrt nach Taiwan war sicherlich eine meiner schönsten Reisen. Sehr empfehlenswert.

Hong Kong

6. Mai 2009

Hong Kong Skyline

Hong Kong Skyline

Nach langem Flug sind wir endlich in Hongkong angekommen. In dieser Stadt herrscht immer sehr geschäftiges Treiben. Die Straßen sind bevölkert, überall Geschäfte und vor allem wenig Platz. Auf Grund der allgemeinen Enge ist Honkong ist im wesentlichen vertikal orientiert. Alles geht in die Höhe. Selbst große Geschäfte wirken von der Straße aus sehr klein, verteilen sich dann aber auf mehrere Stockwerke.

Ich bin jedenfalls froh, das wir nicht zu lange am Stück in hier geblieben sind. Jetzt auf dem Rückweg von Taiwan kommt mir die Enge hier noch schlimmer vor. Das Hotelzimmer hier war so klein, das wir kaum unser Gepäck abstellen konnten.

Aber das ist nicht so wichtig, schließlich wollten wir uns ja nur zum Schlafen im Hotel aufhalten. Für tagsüber war der Peak und auch der Kowloon Park sehr nett. Und für das Nachtleben bietet Wan Chai mehr als genug Möglichkeiten.

Leider ist der Urlaub jetzt vorbei, wir sitzen gerade am Flughafen Hong Kong und warten auf die Maschine nach Frankfurt.

Neues Spielzeug – Acer TravelMate 6292

16. April 2009

So ganz generell, und vor allem für Unterwegs, ein Notebook mußte her. Bei der aktuellen Vielfalt ist es allerdings ziemlich schwer etwas passendes zu finden. Es sollte nicht zu groß und nicht zu klein sein, aber doch genug Rechenleistung und Speicherplatz bieten, damit ich mich später nicht ärgern muß.

Wesentliche Randbedingungen hatte ich aber genau zwei:

  • Mattes, spiegelfreies Display
  • Linuxtauglichkeit, vor allem WLAN

Die meisten Mainstreamgeräte haben Hochglanzdisplays. Wozu das gut sein soll konnte ich noch nie nachvollziehen. Es mag ja sein, das die Farben bei idealen Bedingungen ein wenig kräftiger sind, aber wo hat man denn bei einem mobilen Gerät schon ideale Bedingungen?

So suchte ich u.a. in der Businesserie von Dell, z.B. das Vostro hätte soweit gepaßt. Zudem hat Dell einen recht guten Ruf was den Support betrifft. Dafür hat Dell kein Ladengeschäft zum Anschauen und Ausprobieren hier.

Also habe ich mir eine Ubuntu-CD gebrannt und bin nach Darmstadt zu notebook.de gefahren. Dort konnte ich mir die Geräte nicht nur anschauen, sondern auch mal mit Linux testen. Die 15″ waren mir dann doch zu groß, so das ich auf 12″ umdisponierte.

Der FSC Esprimo wollte dann kein WLAN; Nun, Chipsätze wie der Atheros und der Broadcom erforden meist Handarbeit. Beim Travelmate dagegen (Intel Chip) funktionierte das WLAN sofort. Und auch sonst machte das Gerät einen sehr guten Eindruck. Also beschloß ich das Kleine mit nach Hause zu nehmen ;-)

Wie nicht anders zu erwarten wurde ich genötigt eine Vista Lizenz mit zu kaufen, obwohl ich das blöde Vista gar nicht nutzen will. So wird Microsoft reich. Wo bleibt das Bundeskartellamt? Wieso kann ich die Vista Lizenz nicht zurück geben? Besonders dreist war, das ich beim ersten Einschalten der Gerätes keine Chance hatte von CD zu booten, es meldete sich sofort Vista und wollte sich fertig installieren und registrieren. Es erschien ein Dialog, der mich aufforderte die Microsoft EULA und die Bedingungen von Acer zu akzeptieren.

Ein weitermachen oder auch nur ein Neustart war nicht möglich! Also ging ich zum Schein auf die Bedingungen ein….um endlich Linux installieren zu können! Ich hoffe, ich habe mich jetzt nicht strafbar gemacht. Und XP sollte drauf, das ist nicht so fett und kann IPX für StarCraft ;-) )

XP war dann leider recht fummelig. XP erkennt keine S-ATA Platten und hat die installation mangels Datenträgern einfach abgebrochen. Nach einigem Googeln und Ausprobieren konnte ich den Plattencontroller im BIOS auf IDE-Mode schalten, und siehe da, XP ließ sich jetzt installieren.

Aber da ich ja primär Linux nutzen will, wollte ich diese Einstellung nicht so lassen, den warum sollte ich die Platte gebremst betreiben? Und auch das fertig installierte XP wollte nicht im AHCI Modus booten und verabschiedete sich mit Bluescreen.
Aber zum Glück gibt es c’t und Hannes. So konnte ich XP nachträglich den AHCI Treiber unterschieben und das BIOS auf AHCI schalten. Ubuntu bootet übrigens immer, egal ob AHCI oder IDE eingestellt ist!

Und nun kam die wichtigste Arbeit: Ubuntu installieren. Das war wesentlich unkomplizierter, alles lief wie am Schnürchen. Und da ich ja schon im Vorfeld auf Linux taugliche Hardware geschaut hatte, lieft alles Out-Of-The Box bis auf Bluetooth. Hat es nämlich keinen.

Fassen wir mal zusammen:

LAN OK
WLAN (Intel) OK
Touchpad OK
Cardreader OK
IrDA not Tested
Fingerprint not Tested
Webcam (Suyin) OK
Grafik (GM965M) OK, Googleearth OK, allerdings Zeichensatzprobleme
Cardreader OK
Sound OK
Firewire not tested

Fazit: Schuckeliges Gerät, nicht zu groß, nicht zu klein, wird sich bald im harten Einsatz als Urlaubsbegleiter beweisen müssen.

Außerdem ist die 3D-Leistung sehr gut ausreichend für Warcraft III und das alte UT.

Bin wieder da

14. April 2009

Nach fürchterlich langer Offlinezeit bin ich endlich wieder im Netz. Aber das Warten hat sich gelohnt, ich bin jetzt über Kabel angeschlossen, und zwar mit einer 20000er Leitung.

Wenn jetzt auch bald alles andere verräumt, und der ganze Kabelsalat gebändigt ist, dann gibt es hier bald wieder was zu lesen.

Ubuntu 64 Installation

9. Februar 2009

Bei Gentoo ging es mir in letzter Zeit doch viel zu langsam zu. Vor allem das Warten auf KDE 4 wurde mir zu lang. Daraufhin habe ich mal auf einer leere Platte Ubuntu Intrepid Ibex 64-Bit installiert. Warum 64-Bit? Na weil es cooler ist ;-)

Da inzwischen sowohl Flash als auch Java für 64-Bit System erhältlich sind, sollten sich die Nachteile in Grenzen halten. Und der Vorteil? Nun, ich kann nun mehr als 3GB Arbeitsspeicher ansprechen, was bei Virtualisierung sehr angenehm ist.

Die Installation erwies sich als sehr einfach. Ich mußte nur aufpassen, das er die richtige Festplatte nimmt und nicht die Windoze oder die Gentoo Partitionen platt macht. Anschließend war sofort ein Bootmanager (GRUB) mit allen installierten Betriebssystem installiert. Ich konnte dann sofort fast alles booten. Nur das Gentoo zickte, da ich die neue Platte davor gehängt hatte und somit die Reihenfolge nicht mehr stimmte. Aus /dev/sdb1 wurde so /dev/sdc1. Aber kleine Änderungen in der menu.lst und in der fstab und auch Gentoo lief wieder.

Natürlich mußte ich mir als erstes das KDE 4 Eyecandy genauer anschauen. Und wurde prompt durch fiese Freezes bestraft. Nach einigem googeln fand ich heraus, das der proprietäre NVidia Treiber zu alt ist. Also entferne ich die entsprechenden Pakete und installierte den ganz frischen Treiber von der NVidia Seite. Jetzt läuft es stabil. Nur knotify crashte noch beim beenden, das konnte ich durch Löschen der Datei /usr/share/locale-langpack/de/LC_MESSAGES/libxine1.mo beheben.

Fazit: Die Installation von Ubuntu war wie erwartet sehr einfach. Erst als ich mehr wollte mußte ich selbst Hand anlegen. Ich hoffe nun, das die Stabilitätsprobleme zwischen NVidia und KDE 4 bald der Vergangenheit angehören. Das neue Ubuntu ist ja schon in der Queue. Warten wir es einfach ab.