Gut geblubbert!

Jeder hat sicher schon im Fernsehen Unterwasseraufnahmen gesehen, vor allem bei Tierdokumentationen. Aber auch in Kinofilmen, wie z.B. „Abyss“ oder „Der weiße Hai“ gibt es sehr schöne Unterwasseraufnahmen. Aber auf die Idee selbst mal Tauchen zu gehen hat mich erst eine tauchende Kollegin gebracht. So kam es, das ich mich in einer Tauchschule anmeldete.

Zu erst wurde ich mit Unterrichtsmaterial versorgt. Eine DVD und das Lehrbuch, denn Theorie ist auch beim Tauchen notwending. Es gibt eine ganze Reihe von Punkten die zu beachten sind, damit man nach den Tauchgängen planmäßig und vor allem gesund wieder auftauchen kann. Im großen und ganzen ist die Theorie aber einfach zu bewältigen, mit ein wenig gesundem Menschenverstand und Resterinnerungen an den Physikunterricht ist die Prüfung kein Problem.

Ich unter Wasser

Unter Wasser alles OK

Die Praxis war dann schon härter. Das erste Wochenende fand im Schwimmbad statt. Es zeigte sich, das das Atmen unter Wasser doch eine gewisse Überwindung braucht. Auch das unter Wasser bleiben war nicht so leicht, der Drang aufzutauchen und Luft an der Oberfläche zu holen war doch sehr stark.
Noch schlimmer war dann das zweite Wochenende im See. Das ist zwar eigentlich interessanter, da man da nicht nur Kacheln sieht. Nur war die Brühe so trüb, das man nur mit Glück überhaupt etwas sehen konnte. Vor allem für Anfänger ist es sehr unangenehm, wenn man unter Wasser keinen Referenzpunkt hat, so das man nicht weiß ob man sinkt oder steigt. Ganz besonders wenn der Tiefenmesser kaputt ist. Auch fällt mir der Druckausgleich recht schwer, es dauert bei mir immer recht lang, bis ich tiefer abtauchen kann.

Ich zweifelte jedenfalls daran, ob der Tauchkurs eine gute Idee war. Ich beschloß es aber noch einmal im Meer zu versuchen, und falls das wieder so unangenehm ist, würde ich das Tauchen ganz lassen.

Da sowieso eine zweite Reise nach Taiwan geplant war, bot es sich an dort ein oder zwei Tage zum Tauchen abzuzweigen. Vor allem das südliche Taiwan, speziell Kenting gilt als gute Tauchgegend. Wobei ich an dieser Stelle erwähnen möchte, das Taiwaner eher wasserscheu sind, viele können noch nicht einmal schwimmen. Schon die Idee, ins Meer zu steigen ist für die meisten eher befremdlich.
Dennoch fanden wir bald eine Tauchbasis und ein edles Resort gegenüber. Die Übernachtungspreise waren stark gefallen, der November ist offenbar kein Urlaubsmonat. 24°C ist offenbar schon zu kalt.

So buchten wir zwei Tage mit je zwei Tauchgängen und einem sehr netten Instruktor, der auch recht gut Englisch sprach. Und siehe da: Es war toll! Der Einstieg ins Wasser war schwierig, schroffe Felsen und starker Wellengang. Aber sobald wir abgetaucht waren, begannen sehr schöne und entspannte Tauchgänge. Kein Vergleich zu dem Gedümpel im Tümpel.

Meeresschildkröte

Meeresschildkröte

Zu beobachten waren natürlich viele bunte tropische Fische, unter anderem Feuer- und Trompetenfische, die kaum Scheu zeigten. Die Seeschildkröte, die an den Weichkorallen fraß dagegen hat es dagegen vorgezogen sich zu trollen, obwohl wir noch mehrere Meter entfernt waren. Das ist interessant, denn die Meeresschildköten auf Hawaii (Black Sand Beach) haben sich sogar anfassen lassen.

Ein Highlight war die elektrische Flammenmuschel (Lima Scabra). Das Tier versteckte sich in eine Höhle, ohne unseren Instruktor hätten wie sie niemals gefunden. Die Muschel erzeugt ein kleines Gewitter um sich, elektrische Entladungen, mit denen sie Plankton anlockt. Die Flammenmuschel gilt auch als echte Zierde jedes Meerwasseraquariums, ist aber schwer zu halten.

Fazit: Der Tauchkurs hat sich gelohnt. Tauchen öffnet für Naturliebhaber (wie ich einer bin) ganz neue Welten. Dennoch glaube nicht, das ich jetzt extra Tauchurlaube buchen werde, aber wenn sich eine gute Gelegenheit in interessanten Gegenden ergibt, dann werde ich diese sicher wieder Nutzen.

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