Starcraft 2 – Schade eigentlich

Wie Milliarden anderer Starcraft-Fans habe ich mich sehr auf Starcraft 2 gefreut. Obwohl schon recht veraltet – als Echtzeitstrategiespiel IMHO immer noch ungeschlagen. Ich weiß noch wieviel Spaß wir auf unseren LAN-Parties hatten. Oder wie wir einfach regnerischen Sonntage verdaddelt haben.

Doch auf die Freude folgte recht schnell die Ernüchterung. Zum einen gibt es nur die Terranerkampagne. Nicht wie beim alten Stracraft derer drei (Terraner, Zerg und Protoss). Die anderen Kampagnen kann man sich dann irgendwann nachkaufen. Hmpf. Naja, warum mit einem Spiel nicht dreimal Geld machen? Aber auch diese Kröte könnte ich noch schlucken, aber nicht den Battle.net-Zwang.

Starcraft 2 bietet keinen LAN-Modus an. Multiplayer geht nur noch über Battle.net (außer für Koreanische Profis, für die gibt es den LAN-Modus). Aber auch als Single-Player ist man gewungen sich bei battle.net zu registiereren. Man muß letztlich Blizzard um Erlaubnis fragen, wenn man das gekaufte Spiel spielen möchte. Und diese Erlaubnis wird auch schon mal verweigert (Installationssperre). Und auch sonst kann Blizzard jederzeit den Stecker ziehen. Sei es wegen Verdacht auf Raubkopie, oder schlicht und einfach wegen einem Softwarefehler. Den Beteuerungen, das das Spiel nach der Zwangsanmeldung auch offline läuft traue ich nicht wirklich. Und für Multiplayer muß man sich ja dann doch wieder anmelden. Auch technische Problem können den Spielgenuß erheblich trüben, wie z.B. Ubisoft demonstrierte (Osterdrama).

In den Battle.net Nutzungsbedingungen steht übrigens noch etwas sehr interessantes:
Sie verpflichten sich zur Zahlung aller Gebühren und anwendbaren Steuern, die durch Sie oder den Nutzer eines auf Ihren Namen registrierten Accounts verursacht werden.

So wie ich das verstehe, verpflichtet man sich schon prophylaktisch zur Zahlung, falls Blizzard später noch einfällt für die Nutzung von battle.net Gebühren zu verlangen.

Auch folgendes ist schön:
Ich erlaube Blizzard, meine persönlichen Nachrichten zu überwachen und gegebenenfalls auszuwerten.

Diesen Satz sollte man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Man muß Blizzard erlauben, seine persönlichen Nachrichten mitzulesen! Wer spielen will muß also im Blizzardnetz auf das Briefgeheimnis (Artikel 10 Grundgesetz) verzichten. „Big Brother is watching you“.

Tja, Blizzard, so kommen wir nicht ins Geschäft. Auch für euer DRM gibt es sicher bald einen Crack, so das das Argument Investitionsschutz kaum zieht. Dafür verprellt ihr euch ehrliche Kunden in dem ihr ein um wesentliche Bestandteile (LAN-Modus) beschnittenes Produkt mit inakzeptablen Gängelungen koppelt.

Ohne mich!

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